english version




Miriam Gordon-Stewart stammt aus Australien und studierte am Elder Conservatorium of Music in Adelaide.

Von 2000 – 2005 war die Sopranistin Ensemblemiglied der Opera Australia und erarbeitete sich zentrale Partien ihres Repertoires, darunter u.a. die Gräfin in Le nozze die Figaro und Donna Anna in Don Giovanni von Mozart, Hanna Glawari in Lehárs Die lustige Witwe, Eva in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Miss Jessel in Brittens The Turn of the Screw, Rosalinde in Die Fledermaus oder Mimì in La Bohème. Darüber hinaus war sie mit Strauss' Vier letzte Lieder zusammen mit dem Orchestra Victoria unter Simone Young in einer Liveübertragung des australischen Rundfunks zu erleben.

Von 2005 – 2009 gehörte sie zum Ensemble der Hamburger Staatsoper und erweiterte ihr Repertoire um Partien wie Arabella, Jenůfa, Madame Lidoine in Poulencs Dialogues des Carmélites, Micaëla in Carmen, Donna Elvira in Don Giovanni, Alice Ford in Verdis Falstaff, Helena in Brittens A Midsummer Night's Dream, Elettra in Mozarts Idomeneo und Liù in Turandot. Im neuen Ring-Zyklus der Hamburgischen Staatsoper sang Miriam Gordon-Stewart unter der musikalischen Leitung von Simone Young Freia in Das Rheingold und Helmwige in Die Walküre. Eine CD-Produktion der Walküre ist 2009 bei Oehms Classics erschienen.

Gastspiele führten Miriam Gordon-Stewart nach Wien, London, Barcelona und New York. Sie war als Alice Ford an der Deutschen Oper Berlin zu erleben, am Nationaltheater Mannheim als Eva in Die Meistersinger von Nürnberg, am Staatstheater Kassel als Elsa in Lohengrin und als Arabella in Graz und in Wuppertal. Mit den Partien der Ellen Orford in Brittens Peter Grimes und der Titelpartie in Tosca debütierte die Sopranistin am Stadttheater Bremerhaven. 2010 debütierte die Sopranistin als Helmwige in Die Walküre unter Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen, ein DVD-Mitschnitt dieser Aufführung liegt vor.

Das Konzertrepertoire der Künstlerin umfasst zahlreiche Werke darunter Mahlers Sinfonie Nr. 8, Beethovens IX. Sinfonie, Verdis Messa da Requiem und Mendelssohns Lobgesang. Eine Konzerteinladung für die Lyrische Sinfonie von Zemlinsky führte Miriam Gordon-Stewart nach Lissabon, mit Brittens War Requiem war sie zu Gast beim Gulbenkian-Orchester in Lissabon, bei den Dresdener Philharmonikern und am Staatstheater Kassel.

Am Pariser Théâtre du Châtelet debütierte Miriam Gordon-Stewart 2011/2012 als Rosine Kampf in Oscar Strasnoys Le bal und kehrte als Gast für die Partie der Betty Joy in Brett Deans Oper Bliss an die Hamburgische Staatsoper zurück. An der Staatsoper Hannover sang sie Puccinis Suor Angelica in einer Inszenierung von Sebastian Baumgarten, hinzu kam ihr Rollendebüt als Leonore in Beethovens Fidelio an der State Opera of South Australia.


Nach Gastverpflichtungen als Alice Ford an der Koreanischen Nationaloper sang Miriam Gordon-Stewart die Partie der Leonore in Fidelio am Staatstheater Kassel, wo sie in der Spielzeit 2013/2014 auch in Puccinis Tosca zu erleben war. Im November 2013 debütierte die Künstlerin mit grossem Erfolg als Sieglinde in Wagners Die Walküre im neuen Ring-Zyklus der Opera Australia und erhielt für ihre Verkörperung dieser Partie eine Nominierung für den renommierten Helpman Award. Am Staatstheater Cottbus gastierte sie als Leonore in einer Neuinszenierung von Beethovens Fidelio, die im ehemaligen DDR-Gef.ngnis Brandenburg stattfand. Im Oktober und November 2014 debütiert Miriam Gordon-Stewart als Desdemona in einer Neuinszenierung von Otello an der State Opera South Australia in Adelaide. Mit dem Sydney Symphony Orchestra wird Miriam Gordon-Stewart im Frühjahr 2015 in mehreren Konzerten Beethovens 9. Sinfonie und den 3. Akt von Alban Bergs Wozzeck aufführen.